Wo alles Daten gesammelt werden ist wohl nicht die richtige Frage, du solltest dir eher die Frage stellen wo keine Daten gesammelt werden. Auf den meisten halbwegs bekannten Webseiten, wie beispielsweise auf Amazon oder Facebook, werden deine persönlichen Daten gesammelt. Im Allgemeinen kann man sagen, dass du deine Internetaktivität mit deinen Daten bezahlst. Wenn du 100% anonym bleiben willst müsstest du in der heutigen Zeit auf das Internet, sowie auf dein Smartphone verzichten. Man kann die Datensammlung also nicht verhindern, sondern lediglich erschweren.
Wo werden alles deine Daten gesammelt?


Der wohl bekannteste Datensammler schlechthin – Facebook. Natürlich hat es seine Vorteile, keine Frage. Man kann Photos teilen, mit Freunden chatten und vieles mehr. Es ist sicherlich nicht ohne Grund so beliebt. Doch sobald du dir dort einen Account angelegt hast, beginnt das Sammeln deiner Daten. Bei Facebook sogar in besonders großem Stil.

Google ist die mit Abstand am meisten genutzte Suchmaschine überhaupt. Auch du hast sicherlich schon mal Google genutzt. Doch gerade das macht Google, trotz seiner ganzen Vorteile so gefährlich. Es kann das detaillierteste Benutzerprofil überhaupt über dich erstellen. Nutzt du auch Apps wie Google Maps oder Google Mail? Diese Apps von Google sammeln ebenfalls Daten über dich, sodass Google Daten aus mehreren Quellen kombinieren kann.

Du kennst doch bestimmt selbst die kleinen nervigen Fenster mit Cookies akzeptieren und auch du drückst doch bestimmt des öfteren auch einfach mal ohne zu lesen auf akzeptieren. Doch weißt du überhaupt was du dadurch erlaubst, beziehungsweise weißt du überhaupt was diese Cookies sind?
Der wohl bekannteste Datensammler schlechthin – Facebook. Natürlich hat es seine Vorteile, keine Frage. Man kann Photos teilen, mit Freunden chatten und vieles mehr. Es ist sicherlich nicht ohne Grund so beliebt. Doch sobald du dir dort einen Account angelegt hast, beginnt das Sammeln deiner Daten. Bei Facebook sogar in besonders großem Stil.
Neben den offensichtlichen Datensammlungen wie etwa, deinen Interaktionen oder Interessen, geht Facebook noch einen ganzen Schritt weiter.
Das Profil,welches Facebook von dir hat wird unter anderem mit deinen Fotos, GPS Daten und auch deinem SMS und Anrufverlauf gefüttert. Es ist ein 98 Punkte Profil über jeden einzelnen Nutzer. Denn für Facebook bedeuten Daten Geld, also umso mehr Daten umso mehr Geld. Mit einem Klick auf den PacMan kommst du zu dieser besagten 98 Punkte Liste
Neben diesen privaten Daten sammelt Facebook auch Informationen darüber, wie du Facebook benutzt. Läuft die Website im Hintergrund? Wie viel Akku hat dein Smartphone oder Laptop noch? Wie gut ist dein Signal? Welche Hardware benutzt du? Facebook weiß mehr über dich als du denkst.
Und auch andere die das selbe Netzwerk wie du nutzen sind nicht sicher, da Facebook auch von ihnen Daten sammelt.
Ein Beispiel: Was mache ich in meiner Freizeit am liebsten?
Mein YouTube Verlauf ist voll mit Filmtrailern, laut Standortverlauf halte ich mich oft in der Nähe von Kinos auf, meine Käufe sind vermehrt Filme und ich bin bei mehr als einer Streamingplattform angemeldet. Meine Daten sind also wertvoll für einen Kinobetreiber oder Filmverkauf.
Außerdem könnte Google manche Seiten ausblenden oder auch bevorzugt an höhere Stellen setzten und so möglicherweise deine Meinung zu politischen oder anderen Themen beeinflussen.
Doch richtig problematisch wird es erst dann wenn Google Benutzerdaten durch Diebstahl in die falschen Hände gelangen. Ein Dieb hätte jetzt zum Beispiel schon deine Bewegungsmuster und deine Adresse.
Mit Google Analytics stellt Google eine Software kostenlos für alle Webseiten Betreiber zur Verfügung, mit der man die Benutzerinteraktionen seiner Seite verfolgen kann. Mit einem Klick auf den Button kannst du nachgucken was eine ganz normale Website mit Google Analytics so über dich erfährt.
Cookies
Öffnest du eine Website im Internet bekommst du eine Datei von einem Webserver, eine Art großer Speicher auf dem man Websiten speichert, zugeschickt damit dein Browser diese darstellen kann. Oft schickt ein Webserver dabei noch Cookies mit, welche im Grunde nur Datenpakete sind, die Informationen von dir und über dich auf diesem Webserver abspeichern.
Ziemlich viele Webseiten benutzen Cookies, da man durch sie eben Informationen über dich erhält . Doch an sich kann nur der Webserver, der dir auch die Website geschickt hat, deine Daten auslesen.
Macht nun aber jemand anderes auf der Website Werbung, in Form eines Pop-Up-Fensters zum Beispiel, kann auch er Cookies mitschicken und dich so auch ausspionieren. Diese Art von Cookies nennt man Drittanbieter Cookies.
Ein kleines Beispiel: Eine Werbeagentur kann ihre Werbung auf mehreren Seiten platzieren. Surfst du jetzt auf mehreren Seiten auf denen diese Werbeagentur Werbung hat, kann sie dein Surfverhalten erkennen und so deine Interessen einschätzen. Du wirst also ohne das du es bemerkst ausspioniert. Die ist ein sehr großes Einsatzgebiet von Cookies jedoch können diese auch in deinen Browsereinstellungen blockiert werden.
Doch Cookies sind auch nützlich beziehungsweise notwendig. Sie werden zum Beispiel benötigt um dich auf manchen Websites eindeutig identifizieren zu können. Hast du zum Beispiel online einen Warenkorb muss der Webserver ja irgendwie zuordnen können welcher Warenkorb welchem Nutzer gehört. Eben dafür sind Cookies da. Bei deinem ersten Website Aufruf bekommst du mithilfe von Cookies eine Art Ausweis der dich identifiziert. Wäre ja blöd wenn man jedes mal beim bezahlen einen völlig falschen Warenkorb hat.
Bei dem Beispiel Online-Shop bekommst du sobald du auf die Website kommst direkt einen Identifikationscookie geschickt. Bei jeder Artikelauswahl wird dein Cookie mitgeschickt um zuordnen zu können das du diesen Artikel in deinen Warenkorb packen möchtest. Gehst du zur Kasse wird ebenfalls wieder dein Cookie mitgeschickt damit du auch den richtigen Warenkorb hast. Das ist das zweite große Einsatzgebiet von Cookies und wird auch Sitzungscookie genannt. Diese Cookies löschen sich in der Regel selbst nachdem du die Website verlassen hast.
Zudem sind Cookies hilfreich wenn du für eine Website individuelle Anpassungen vornimmst, zum Beispiel falls möglich die Sprache einer Website in japanisch änderst, merkt sich der Cookie das eben du die Seite gerne auf japanisch angezeigt bekommen würdest. Kommst du jetzt erneut auf die Seite hat der Cookie deine Anpassung schon gespeichert und die Website wird dir direkt in japanisch angezeigt. Das ist das dritte große Einsatzgebiet von Cookies. Wobei diese Cookies über einen längeren Zeitraum gespeichert bleiben damit deine Anpassungen auch dementsprechend lange erhalten bleiben.
Die so hilfreichen und wichtigen Cookies können jedoch auch anders. Wie oben schon genannt kann mit ihrer Hilfe ein Benutzerprofil von dir erstellt werden. Auch können bei manchen Sicherheitslücken deine Cookies ausgelesen werden und so kommen andere an deinen Benutzernamen und dein Passwort auf einer Website. Meldest du dich zudem bei einer Website nicht ab kann es dazu führen das dein Sitzungscookie erhalten bleibt und andere in deinem Namen ohne eine Passwort Eingabe in deinem Namen weiter surfen können.
Wie kann man sich dagegen schützen?

Jetzt stellt sich dir sicherlich noch die Frage wie du dich dagegen schützen kannst, dass Daten über dich gesammelt werden oder jemand, in deinem Namen, Unfug im Internet treibt.

1. Du solltest deinen Browser immer auf der neusten Version halten, da in den älteren Versionen vermehrt Sicherheitslücken auftreten können.

2. Zudem solltest du mal in deinen Browsereinstellungen vorbei schauen und Einstellungen bezüglich Cookies und anderen Dingen vornehmen

3. Wenn du dich auf einer Website anmelden musstest und fertig bist, solltest du dich immer abmelden.

4. Sofern du ein Google Konto hast, solltest du mal unter myaccount.google.com/intro/privacy die Rechte von Google einstellen und einschränken, damit deine Daten auch deine Daten bleiben.

5. Sobald eine App oder eine Website von dir will das du etwas akzeptierst solltest du dir durchlesen was genau du akzeptierst und welche Daten du damit frei gibst.

6. Zudem kannst du durch das installieren bestimmter Plugins wie „HTTPS Everywhere“, „Flashblock“, „Privacy Badger“ und vielen mehr weitere Sicherheit in deine Online Nutzung bringen.

7. Eigentlich logisch aber dennoch unfassbar wichtig, ist ein sicheres Passwort. Auf dem ersten Buttom kannst du dich informieren wann dein Passwort sicher ist. Auf dem zweiten Button kannst du dir ein Passwort generieren lassen.
Warum werden deine Daten gesammelt?

Nun stellt sich dir sicherlich noch die Frage warum das ganze? Warum werden deine Daten den jetzt gesammelt? Wem ist so wichtig was du online treibst?
Warum werden deine Daten gesammelt?
Naja zum einen, weil deine Daten Gold Wert sind. Es lässt sich Geld damit verdienen, indem man sie an Werbetreibende verkauft, damit diese wiederum für dich angepasste Werbung schalten können. Wer kennt es nicht, dass man sich auf einer Shopping Seite für etwas interessiert hat und 10 Minuten später in sämtlichen Apps und anderen Websites für ähnliche Produkte Werbung gemacht wird.
Zum anderen kann ein Webseitenbetreiber durch sogenannte Analytics Programme seine eigenen Inhalte besser präsentieren. Den wenn er weiß was dir beziehungsweise seinen Besuchern allgemein gefällt und was er weniger kann er seine Inhalte nach euren Interessen präsentieren.
Und auch andere profitieren von deinen Daten oder besser von ihrem Profil. So könnte ein Arbeitgeber direkt mehr über sie erfahren, ein Vermieter checken an wenn er am besten vermieten sollte oder auch beispielsweise die Krankenkasse eine bessere Einschätzung über sie treffen.
Was passiert mit deinen Daten?
Deine Daten werden gespeichert um ein Profil von dir erstellen zu können. Eine Art Identität, die dich durch fortlaufende Datensammlung immer besser kennenlernt. Hierfür werden alle über dich in Erfahrung gebrachten Daten kombiniert. Seien es Daten an deinem Smart Phone oder am Computer. Jegliche Daten die von dir erhoben werden fließen alle in dein Profil mit ein. In deinem Profil stehen dann zum Beispiel mögliche Details wie deine Interessen, deine shopping Aktivität und sogar ganz private Dinge wie dein Beziehungsstatuts, deine Freunde oder auch öfters besuchte Orte werden versucht festzustellen.
Die gesetzliche Seite des Datenschutzes

Wie mit deinen Daten umgegangen werden darf ist für Deutschland im Bundesdatenschutzgesetz geregelt. Jedoch hat die Europäische Union mit der Datenschutz-Grundverordnung die Regeln im Umgang mit deinen Daten EU-weit vereinheitlicht. Was darf also mit deinen Daten gemacht werden? Und wie müssen Datenverarbeiter damit umgehen?
Art. 5 DSGVO
Grundsätze für die Verarbeitung personenbezogener Daten

Art. 5 DSGVO Absatz 1 a)
„Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz“
„Personenbezogene Daten müssen auf rechtmäßige Weise, nach Treu und Glauben und in einer für die betroffene Person nachvollziehbaren Weise verarbeitet werden"

Art. 5 DSGVO Absatz 1 b)
„Zweckbindung“
„Personenbezogene Daten müssen ür festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden und dürfen nicht in einer mit diesen Zwecken nicht zu vereinbarenden Weise weiterverarbeitet werden; ..."

Art. 5 DSGVO Absatz 1 c)
„Datenminimierung“
„Personenbezogene Daten müssen dem Zweck angemessen und erheblich sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein"

Art. 5 DSGVO Absatz 1 d)
„Richtigkeit“
„Personenbezogene Daten müssen sachlich richtig und erforderlichenfalls auf dem neuesten Stand sein; es sind alle angemessenen Maßnahmen zu treffen, damit personenbezogene Daten, die im Hinblick auf die Zwecke ihrer Verarbeitung unrichtig sind, unverzüglich gelöscht oder berichtigt werden"

Art. 5 DSGVO Absatz 1 e)
„Speicherbegrenzung“
„Personenbezogene Daten müssen in einer Form gespeichert werden, die die Identifizierung der betroffenen Personen nur so lange ermöglicht, wie es für die Zwecke, für die sie verarbeitet werden, erforderlich ist; ..."

Art. 5 DSGVO Absatz 1 f)
„Integrität und Vertraulichkeit“
„Personenbezogene Daten müssen in einer Weise verarbeitet werden, die eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten gewährleistet, einschließlich Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder unbeabsichtigter Schädigung durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen"
Falls du noch mehr darüber erfahren willst was man mit deinem Daten machen darf oder nicht, drücke einfach auf den Button.
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